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Überwacht die Überwacher

Copyright: manurevah.com

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Das Projekt BooCompany kartographiert, und da findet das Web Zwo-Null nun endlich seinen Existenzgrund, Standorte von Überwachungskameras in Deutschland, lese ich soeben bei annalist.
Wie Anne schon anmerkt, ist das Traurige an diesem doch tollen Projekt leider, dass die Kartographierung über die einfach zu implementierenden GoogleMaps stattfindet. GoogleMaps, das heißt Google-Logs und Google-Allmacht. Eine Kommentatorin weist darauf hin, daß OpenStreetMap ein Extrafeature für das Kartographieren von Überwachung durch den Menschen anbietet.

In Frankreich fertigt das CREP (Comité pour la réappropriation de l’Espace Public) statische Karten der städtischen Überwachungskameras in Strasbourg an (2007, 2004, 2003).

Früher mal, als alle noch von Interaktivität sprachen, da hatte sich das Institute for Applied Autonomy mit dem Projekt ISee eine interaktive Karte der Überwachungskameras in Manhattan ausgedacht, die dem Benutzer einen Weg durch die Stadt kalkulierte, ohne von den verzeichneten Überwachungskameras gesehen zu werden. Die Karte scheint leider aber nicht mehr funktionell zu sein.

Da bleibt nur noch das CameraZapping mit dreifarbigen Superlasern. Aber wie der Autor schon anmerkt, können Kameras heutzutage so klein sein, daß gezieltes zapping total unmöglich ist. (Und wer will schon mit einer riesigen Laserpistole herumlaufen den ganzen Tag lang?)

Mobiltelefon hört mit

Copyright cc-by-sa Martin Seyer

Einige - viele - Mobiltelefone können ohne physisches Eingreifen, ohne die Zustimmung des Besitzers und obwohl sie ausgeschaltet sind, als Mikrofone für fremde Zwecke benutzt werden. Im Jahr 2006 hat das FBI in den USA per Gerichtsbeschluß das Recht bekommen, diese Technik legal zu benutzen. Zum Thema Nutzung: in Europa gibt es diesbezüglich wenig Informationen. Aber da die Methode relativ einfach und kostengünstig erscheint, wird wohl auch in unseren Gefilden darauf zurückgegriffen - nehme ich an.

Technisch wird die Aktivierung des Mikrofons aus der Ferne offensichtlich über die für Firmwareupgrades vorgesehene Kanäle ermöglicht, wovon der Telefonbesitzer herzlich wenig bemerkt [1].

Die auf das Handy heruntergeladene Software akzeptiert nun eingehende Anrufe die von einer bestimmten Telefonnummer aus getätigt werden, zeigt diese dem Telefonbesitzer allerdings natürlich nicht an. Wird das Telefon ausgeschaltet, sorgt die Software dafür, daß es ausgeschaltet aussieht, aber in Wirklichkeit nicht ist, um weiterhin ein- und ausgehende Gespräche unüberwacht führen oder weiterleiten zu können, ein bißchen wie ein Computer im Standby-Modus.

Die Daten werden über die üblichen Telefonlinien weitergeleitet. Ein Datentransfert könnte aber auch über Blutooth stattfinden.

Symptome wie Wärme, extensive Batterienutzung (Batterie hält nicht so lange wie gewöhnlich) und ein durchgehendes Geräusch in der Nähe von Lautsprechern, könnten darauf hinweisen, daß ein Handy für Abhörzwecke genutzt wird. Siehe auch das Video How to know if your cell phone is bugged - um “normale” Sendegeräusche während eines Gesprächs von einem Senden ohne sichtbare Gesprächsverbindung zu unterscheiden.

Einzige Möglichkeit den sogenannten roving bug, die wandernde Wanze, nicht zum Zuge kommen zu lassen : die Batterie des Handys entfernen. Und sicher sein, daß es keine kleine zweite Batterie im Telefon gibt die stark genug wäre, mehr als die Uhrzeit aufrechtzuerhalten.

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Covert_listening_device

Vom Drucker überwacht?

Seit vielen Jahren ist nun bekannt, daß einige Hersteller von Druckern - Laserdruckern und Kopierern, um genau zu sein - von der amerikanischen Regierung [1] und anderen [2] überzeugt oder gezwungen worden sind, das Drucken unsichtbarer Wasserzeichen auf jedes zu bedruckende Blatt Papier zu standardisieren. Diese Wasserzeichen bestehen aus gelben Punkten, die durch relativ einfache Techniken sichtbar gemacht werden können (man braucht ein Mikroskop und blaues Licht). Die Dekodierung der gelben Punkte erlaubt es, herauszufinden, wann mit welchem Drucker (Seriennummer) welches Blatt bedruckt worden ist.

Die Wasserzeichen werden, soweit bekannt ist, von Farblaserdruckern und Farbkopierern erzeugt, vorgeblich, um das illegale Kopieren von Banknoten zu verhindern. Es ist aber nicht auszuschließen, daß auch Tintenstrahdrucker ein Wasserzeichen erzeugen, dessen Form man aber noch nicht kennt.

Im November 2007 hat Frau Satu Hassi, finnländisches Mitglied der EU, die Frage gestellt ob die Vorgehensweise der Hersteller geltendes Datenschutzrecht verletzt. Im Februar 2008 antwortet ihr Frattini: Ja, die gelben Punkte könnten gegebenfalls Menschen- und Datenschutzrechte verletzen [3].

Aus diesem Grund hat die Electronic Frontier Foundation eine Liste von Druckern, die keine tracking dots drucken zusammengestellt.

Seinen Hersteller anzurufen, um um die Einstellung dieser Praktiken zu bitten, führt manch einem zufolge zur direkten Aufnahme als “gefährliche und subversive” Person in die Dateien des amerikanischen Geheimdiensts. Die Computing Counter Culture Group des MIT Media Lab hat darum im Juli 2008 die Initiative SeeingYellow gegründet, die die Hersteller durch übermäßig viele Anfragen zu einem Rückzug des unreglementierten und obskuren Systems zwingen will.

[1] Quelle : http://www.eff.org/issues/printers
[2] Quelle : http://www.eff.org/files/filenode/printers/ccc.pdf
[3] Quelle : http://www.eff.org/deeplinks/2008/02/eu-printer-tracking-dots-may-violate-human-rights

Abhörsicheres Portemonnaie

02 juil 2008 | RFID - deutsch - 0 commentaires ::

Ausweise und Kundenkarten enthalten Funkchips mit persönlichen Daten. Vor Spionage schützt da nur unser Portemonnaie. Wie man das vor unerlaubten Lesezugriffen schützen kann zeigt Die Zeit.
Für alle Faulen reicht auch eine aluminiumbeschichtete Hülle die man hier teuer kaufen kann.